
Kulturhöhepunkte beim Opernball 2026: Staatsballett, Broadway-Klänge und große Stimmen

Der Wiener Opernball 2026 zeigte einmal mehr, dass er weit mehr ist als ein gesellschaftliches Großereignis. In der Wiener Staatsoper wurde nicht nur getanzt, sondern ein sorgfältig inszenierter Kulturabend gestaltet, der Musik, Ballett und Raumkunst in den Mittelpunkt stellte.
Rund 5.500 Gäste feierten in dem traditionsreichen Haus, das dafür aufwendig umgebaut wurde. Bühne und Zuschauerraum verschmolzen zu einer Ebene, das Parkett wurde eigens errichtet, Licht und Dekor neu konzipiert. So entsteht jedes Jahr für wenige Stunden ein Raum, in dem sich Opernhaus und Balltradition verbinden.
Eröffnung mit klassischem Fundament und Broadway-Akzenten
Den Auftakt bildete der Einzug des Eröffnungskomitees zu Carl Michael Ziehrers „Fächer-Polonaise“. Die musikalische Gestaltung setzte darüber hinaus auf eine Mischung aus Wiener Tradition und internationalen Einflüssen. Eine Ballett-Einlage nach Choreografie von Jessica Lang verband klassische Eleganz mit Musik aus dem Musical „Carousel“.
Mit Pretty Yende und Benjamin Bernheim standen zwei international gefragte Stimmen auf der Bühne. Neben Werken von Leonard Bernstein erklang auch ein Stück aus Giuseppe Verdis „La traviata“. Diese Kombination aus Oper, Musical und Ballett verlieh der Eröffnung eine dramaturgische Breite, die über reines Zeremoniell hinausging.
Besonderes Augenmerk galt dem Staatsballett, das in goldenen Kostümen auftrat, die noch von Giorgio Armani entworfen wurden. Tanz, Mode und Musik bildeten hier eine geschlossene ästhetische Einheit.
Blumenkunst als Teil der Inszenierung
Auch der Blumenschmuck war Teil des künstlerischen Gesamtkonzepts. Unter dem Motto „Opus Florale Avantgarde“ dominierten „Red Naomi Futura“-Rosen und roter Amaranthus das Bild. Der Saal wurde in tiefes Rot getaucht, wobei die floralen Elemente bewusst die Architektur der Staatsoper betonten. Der Raum selbst wurde so zum Mitspieler des Abends.
Erstmals war der Opernball zudem als „Green Event“ ausgezeichnet. Nachhaltigkeit und Traditionspflege stehen damit nicht im Widerspruch, sondern ergänzen einander.
Emotionen und internationale Präsenz
Internationale Gäste wie Sharon Stone oder Fran Drescher sorgten für zusätzliche Aufmerksamkeit. Für besondere emotionale Momente stand dabei Sharon Stone im Mittelpunkt: In einem ORF-Interview zeigte sie sich sichtlich bewegt von der Atmosphäre in der Wiener Staatsoper und zog sich zwischenzeitlich kurz zurück, bevor sie später wieder in ihre Loge zurückkehrte. Der Vorfall verdeutlichte, wie intensiv und überwältigend dieser Abend selbst für erfahrene Bühnenpersönlichkeiten sein kann. Trotz aller Prominenz blieb der kulturelle Kern des Geschehens klar erkennbar: Musik, Tanz und das festliche Ritual bestimmten den Ablauf.
Der offizielle Zeitplan führte vom Einlass über die feierliche Eröffnung mit Bundeshymne und künstlerischen Darbietungen bis zur Mitternachtsquadrille und weiteren Quadrillen in den frühen Morgenstunden. Der strenge Dresscode mit Frack und bodenlangem Kleid unterstrich den festlichen Charakter.
Der Opernball 2026 machte deutlich, dass die Wiener Staatsoper nicht nur ein Ort des regulären Spielplans ist, sondern auch Bühne für ein gesellschaftliches Ritual, das Musiktradition, Tanzkultur und zeitgenössische Akzente miteinander verbindet.
Quellen: ORF.at, Kurier, Kronen Zeitung, MeinBezirk.at
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