La traviata bei den Bregenzer Festspielen 2026 – Jubiläumssommer mit 80 Jahren Festivalgeschichte

Mit Giuseppe Verdis La traviata starten die Bregenzer Festspiele 2026 am 22. Juli 2026 in eine besondere Saison: Das Werk eröffnet nicht nur den Festspielsommer, sondern markiert zugleich das 80-jährige Bestehen des Festivals am Bodensee. Es handelt sich um die erste neue Produktion auf der Seebühne unter der künstlerischen Leitung von Lilli Paasikivi.

Für die Saison 2026 sind 26 Aufführungen von La traviata geplant, insgesamt stehen rund 175.000 Tickets zur Verfügung. 

La traviata

Seebühne Bregenz

22. Juli bis 23. August 2026
 

Termine und Venues auf dem Stand vom 18.02.2026

Verdis Oper zwischen Glanz und gesellschaftlichem Druck

Seit der Uraufführung 1853 in Venedig zählt La traviata zu den populärsten Opern weltweit. Erzählt wird die Geschichte der Kurtisane Violetta Valéry, die im schillernden Pariser Gesellschaftsleben zuhause ist. Hinter Luxus und Eleganz verbirgt sich jedoch der Wunsch nach echter Zuneigung. Die Begegnung mit Alfredo Germont eröffnet ihr eine neue Perspektive, doch gesellschaftliche Erwartungen und Konventionen stehen ihrem Glück im Weg.

Für die Bregenzer Seebühne interpretieren Regisseur Damiano Michieletto und Bühnenbildner Paolo Fantin das Werk neu und siedeln es in den 1920er Jahren an. Das Ambiente der sogenannten Roaring Twenties mit Jazz, ausschweifenden Festen und dekadenter Atmosphäre bildet den Rahmen für Violettas Schicksal. Musikalisch begleitet werden die Aufführungen von den Wiener Symphonikern, dirigiert von Kirill Karabits und Pietro Rizzo, die beide erstmals bei den Festspielen am Pult stehen.

Ein gemeinsames Musikerlebnis

Im Jahr 2026 blicken die Bregenzer Festspiele auf acht Jahrzehnte Geschichte zurück. Seit 1946 steht insbesondere das „Spiel auf dem See“ für eindrucksvolle Opernproduktionen unter freiem Himmel und hat das internationale Renommee des Festivals maßgeblich geprägt.

Zum Jubiläum ist am 1. August 2026 ein besonderes Gemeinschaftsprojekt geplant: Beim Singalong am See wird die Seetribüne selbst zum Klangraum. Chöre, Gesangsgruppen und Einzelpersonen sind eingeladen, gemeinsam bekannte Opernchöre und Melodien zu singen. Im Zentrum steht das verbindende Erlebnis von Musik und gemeinsamer Stimme.

Weitere Höhepunkte im Sommer 2026

Neben der Seebühnenproduktion stehen auch weitere Programmpunkte auf dem Spielplan. Im Festspielhaus feiert am 23. Juli 2026 Leoš Janáčeks Die Ausflüge des Herrn Brouček Premiere in einer Inszenierung von Yuval Sharon.

Darüber hinaus gestalten die Wiener Symphoniker mehrere Konzertabende unter der Leitung von Dalia Stasevska, Eva Ollikainen und Petr Popelka. Die Matinee des Symphonieorchesters Vorarlberg am 23. August 2026 dirigiert Leo McFall.

Mit Verdis La traviata und einem Sommer voller Musik setzen die Bregenzer Festspiele 2026 erneut ein starkes Zeichen für Opernerlebnisse in außergewöhnlicher Kulisse am Bodensee.


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